LS Los Santos Police Department Polizei
Los Santos Police Department Kapitel 16 von 19 Nur für den Dienstgebrauch
Teil IV — Ausbildung

Das Field Training Program

Dieses Kapitel richtet sich an Training Officers. Es beschreibt, wie man aus einem Academy-Absolventen einen einsatzfähigen Officer macht.


1. Das Prinzip

Das Field Training Program (FTP) überbrückt die Lücke zwischen der Ausbildung in der Academy und dem, was der Streifendienst tatsächlich verlangt. Beim LAPD ist es auf 24 Wochen angelegt.

Wer die Academy abschließt, wird einer geografischen Division zugeteilt und ist Probationary Officer — Paygrade Police Officer I. Er steht unter Aufsicht eines höher eingestuften Officers, in der Regel eines Police Officer III als Field Training Officer (T.O.). Die Probezeit dauert insgesamt ein Jahr; nach erfolgreichem Abschluss rückt der Officer automatisch auf Police Officer II auf.

Der Rookie fährt echte Einsätze. Der T.O. beobachtet, bewertet und coacht.

Der Kern des Ganzen

Der Rookie macht die Arbeit. Der T.O. macht sie nicht für ihn. Ein T.O., der bei jeder Kontrolle übernimmt, weil es schneller geht, bildet niemanden aus.


2. Die vier Phasen

Phase Wochen Rolle des Rookies Rolle des T.O.
1 — Beobachten 1–4 Schaut zu, funkt mit, schreibt mit. Führt keine Lagen. Macht alles vor, erklärt jeden Schritt, denkt laut
2 — Assistieren 5–10 Führt einfache Lagen (Verkehrskontrollen, Anzeigenaufnahme) unter direkter Anleitung Steht daneben, greift ein, korrigiert sofort
3 — Führen 11–18 Führt alle Lagen. Fährt, funkt, entscheidet. Beobachtet, schweigt so lange wie möglich, greift nur bei Sicherheitsrisiko ein
4 — Prüfen 19–24 Führt alles allein. Der T.O. verhält sich wie ein normaler Partner. Bewertet nur. Keine Hilfe, außer sie wird verlangt.

Phasenübergang nur nach ausdrücklicher Bewertung. Wer Phase 2 nicht besteht, bleibt in Phase 2 — er rutscht nicht durch.


3. Der Daily Observation Report (DOR)

Nach jeder Schicht schreibt der T.O. einen DOR. Der DOR bewertet die Leistung über zahlreiche Kategorien — von Fahrfähigkeit und Berichtswesen bis zum Umgang mit Bürgern und Entscheidungsverhalten im Einsatz.

Der eigentliche Zweck ist nicht die Note. Der DOR gibt dem T.O. eine Struktur, um mit dem Rookie über seine Leistung zu sprechen — und dem Rookie eine nachvollziehbare Rückmeldung statt eines Bauchgefühls.

Regeln für den DOR

  1. Jeden Dienst. Ein DOR, der nur nach schlechten Diensten geschrieben wird, ist eine Strafmaßnahme, kein Ausbildungsinstrument.
  2. Konkret. "Funk war schlecht" ist wertlos. "Bei der Kontrolle am Vespucci Boulevard hat er die Position nicht gefunkt" ist brauchbar.
  3. Besprechen, nicht abgeben. Der DOR wird mit dem Rookie durchgesprochen, am Ende der Schicht, im Auto oder auf der Wache.
  4. Eine Baustelle auf einmal. Wer einem Rookie zwanzig Fehler auf einmal vorhält, korrigiert keinen.

4. Wie man ausbildet

Die Grundtechniken

Technik Wie
Laut denken Der T.O. spricht seine Entscheidungen aus: "Ich halte den an, weil das Rücklicht defekt ist. Ich stelle mich versetzt, weil …" Der Rookie hört die Begründung, nicht nur die Handlung.
Fragen statt sagen "Was siehst du?" — "Was machst du jetzt?" — "Warum die Position?" Wer selbst antwortet, lernt.
Nachher, nicht während Korrektur im Einsatz nur, wenn Sicherheit betroffen ist. Alles andere im Auto danach.
Sofort nach der Lage Zwei Minuten Nachbesprechung direkt nach jedem Einsatz. Nicht am Schichtende, wenn alles verblasst ist.
Machen lassen Auch wenn es langsamer ist. Auch wenn es unangenehm ist. Der Rookie muss den Fehler machen, um ihn zu verstehen.
Eingreifen bei Gefahr Unmittelbar, ohne Diskussion, ohne Rücksicht auf die Lernsituation. Sicherheit steht über Didaktik.

Die drei Fragen nach jedem Einsatz

  1. "Was ist passiert?" — Lässt den Rookie die Lage rekonstruieren. Deckt Wahrnehmungslücken auf.
  2. "Was würdest du anders machen?" — Selbstkritik vor Fremdkritik. Meistens nennt der Rookie den Fehler selbst.
  3. "Was war gut?" — Nicht optional. Ein Rookie, der nur Kritik hört, wird vorsichtig statt kompetent.

Was ein T.O. nicht tut

Nicht
Den Rookie vor Bürgern oder Kollegen zurechtweisen
Jede Lage selbst übernehmen
Den Rookie alleine in eine Lage schicken, die er nicht kann
Persönlich werden
Eigene Abkürzungen und Unsitten weitergeben ("so machen wir das hier")
Fehler durchwinken, weil man den Rookie mag
Einen Rookie durchlassen, der Officer Safety nicht beherrscht
Hinweis

Die letzte Zeile ist die wichtigste. Ein T.O., der jemanden passieren lässt, der nicht auf Hände schaut und keine Deckung nimmt, hat nicht nett gehandelt — er hat den nächsten Partner dieses Officers gefährdet.


5. Abschluss der Probezeit

# Schritt
1 Abschlussbeurteilung durch den T.O.
2 Praktische PrüfungKapitel 17
3 Gespräch mit dem Sergeant
4 Bestanden → Police Officer II, darf allein Dienst fahren
5 Nicht bestanden → Verlängerung, erneute Phase, oder Entlassung

6. Der T.O. selbst

Ein T.O. wird nicht, wer am längsten dabei ist, sondern wer:

Voraussetzung
Die Verfahren dieses Handbuchs beherrscht — nicht nur kennt
Erklären kann, warum etwas so gemacht wird
Geduld hat, jemanden langsam arbeiten zu lassen
Kritik sachlich formulieren kann
Selbst Kritik annimmt
Bereit ist, jemanden nicht zu bestehen

T.O. ist eine eigene Qualifikation ab Senior Officer, mit eigener Kurzausbildung — ein Dienst als Beobachter bei einem erfahrenen T.O. Sie kann auch wieder entzogen werden.


7. Typische Fehler von T.O.s

Fehler Folge
Alles selbst gemacht Der Rookie hat zugeschaut, nicht gelernt
Im Einsatz vor Bürgern korrigiert Untergräbt die Autorität des Rookies vor Ort
Keine Nachbesprechung Der Fehler wiederholt sich
Kein DOR Keine Nachvollziehbarkeit, keine Entwicklung
Zwanzig Kritikpunkte auf einmal Keiner wird bearbeitet
Nur Kritik, kein Lob Rookie wird passiv aus Angst vor Fehlern
Eigene Unsitten weitergegeben Fehler pflanzen sich über Generationen fort
Rookie bestanden, obwohl Officer Safety fehlt Gefährdet den nächsten Partner
Rookie alleine in eine Lage geschickt Verstoß gegen den Zweck des Programms

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